34, 37, 40°C? So schützen Sie Ihr Gewächshaus vor extremer Sommerhitze
Gewächshausbesitzer*innen kennen es nur zu gut: Ein Gewächshaus kann sich richtig aufheizen. Selbst wenn draußen „nur“ 30 Grad herrschen, sind im Inneren deutlich höhere Temperaturen möglich. Tomaten, Gurken und Paprika lieben zwar Wärme, doch auch sie geraten irgendwann an ihre Grenzen. Werden hohe Temperaturen mit Wassermangel kombiniert, drohen Wachstumsstörungen, Ertragseinbußen oder sogar Pflanzenschäden.
Mit den folgenden Tipps kommen Garten und Gewächshaus besser durch die heißen Sommerwochen.
Schattieren statt schwitzen
Oft ist Hitze allein gar nicht das größte Problem, denn kritisch für die Pflanzen wird hauptsächlich die intensive Sonneneinstrahlung mittags.
Besonders anfällig für das starke Aufheizen sind Gewächshäuser mit Glasdach, denn dadurch treffen die Sonnenstrahlen fast ungehindert auf Pflanzen und den Boden. Verbrannte Blätter, Wachstumsstockungen oder abgeworfene Blüten sind die typischen Reaktionen empfindlicher Pflanzen.
Deshalb gilt:
- Türen und Dachfenster möglichst früh öffnen
- Für kontinuierliche Luftzirkulation sorgen
- Besonders empfindliche Pflanzen bei Bedarf zusätzlich beschatten
Das Schattiergewebe von Vitavia kann dabei helfen, extreme Temperaturen im Gewächshaus zu verhindern und die Sonneneinstrahlung deutlich zu reduzieren. Falls Sie sich sorgen, ob die Pflanzen dennoch mit ausreichend Licht versorgt werden: Das Licht durch die Seiten reicht völlig aus. Das Schattiergewebe wird direkt auf dem Gewächshausdach befestigt und schützt so vor dem sog. Brennglaseffekt.
Eine weitere Methode, diesen Brennglaseffekt vorzubeugen sind die Gewächshäuser mit Kombi-Verglasung. Die Gewächshäuser sind an den Seiten verglast mit unserem ESG und im Dach mit Hohlkammerplatten. Diese brechen das Licht und schützen Pflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung.
Hier ein paar FAQs zu dem Thema:
Beschattung Gewächshaus — Pflanzen schützen
Was ist der Brennglaseffekt?
Was ist das Besondere an Vitavia Hohlkammerplatten?
Den Boden kühl halten
Man denkt natürlich bei den Temperaturen im Gewächshaus zuerst an die Pflanzen, doch auch der Boden wird ganz schön in Mitleidenschaft gezogen.
Eine einfache und bewährte Methode gegen das Austrocknen ist Mulchen. Eine mehrere Zentimeter dicke Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder anderen Pflanzenresten schützt die Erde vor direkter Sonneneinstrahlung. Es verdunstet weniger Wasser und dadurch bleiben die Wurzen länger kühl.
Noch ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Bodenstruktur verbessert sich langfristig durch den Humus, der aufgebaut wird und Wasser besser speichern kann. Das hilft übrigens auch in Pflanzenkübeln, in denen das Substrat besonders schnell austrocknet.
Richtig gießen: lieber selten und durchdringend
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Hier schonmal das Wichtigste auf einen Blick: Für den erfolgreichen Anbau von Paprika im Gewächshaus sind einige wichtige Bedingungen erforderlich.
- Der Standort sollte sonnig, windgeschützt und warm sein, mit einer Temperatur zwischen 22 und 28 Grad Celsius. Eine Luftfeuchtigkeit von 65 bis 70 % unterstützt das Wachstum.
- Der Boden muss nährstoffreich, locker und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden.
- Der Anbau beginnt im Februar/März mit der Aussaat in Anzuchtschalen
bei etwa 25 Grad Celsius. Mitte Mai können die jungen Pflanzen ins
unbeheizte Gewächshaus gesetzt werden. Achten Sie darauf, dass die
Pflanzen nicht tiefer gesetzt werden als im Anzuchtgefäß, um ein
optimales Wachstum zu fördern.
Ausführliche Infos findet Ihr im entsprechenden FAQ:
Zum FAQ
Gurken profitieren besonders von den stabilen Bedingungen im Gewächshaus. Im Vergleich zum Freilandanbau bieten sich folgende Vorteile:
- Längere Anbausaison: Bereits ab April können Sie Gurken pflanzen und bis in den Herbst hinein ernten.
- Schutz vor Witterungseinflüssen: Starke Regenfälle, Temperaturschwankungen oder kalte Nächte haben weniger Einfluss auf die Pflanzen.
- Geringeres Krankheitsrisiko: Viele Gurkenkrankheiten, die durch Bodenpilze entstehen, kommen im geschützten Anbau seltener vor.
- Optimale Wachstumsbedingungen: Licht, Temperatur und Feuchtigkeit lassen sich gezielt steuern, was die Erträge steigert.
Ausführliche Infos findet Ihr im entsprechenden FAQ:
Zum FAQ
Beim Anlegen und Pflegen eines Hochbeets gibt es einige wichtige Punkte, die man beachten sollte, um optimale Bedingungen für das Pflanzenwachstum zu schaffen. Besonders wichtig ist die richtige Anordnung der Pflanzen: Niedrig wachsende Sorten wie Radieschen, Salat oder Möhren sollten auf der Südseite gepflanzt werden, während höher wachsende Pflanzen wie Tomaten oder Kohlrabi besser auf die Nordseite gehören. So wird verhindert, dass größere Pflanzen den kleineren das Sonnenlicht wegnehmen.
Außerdem ist es sinnvoll, frisch ausgesätes Saatgut zunächst mit einer Folie abzudecken. Dadurch wird es vor dem Austrocknen geschützt und die Keimung gefördert. Sobald die Pflanzen keimen, sollte die Abdeckung jedoch entfernt werden, damit sie ausreichend Luft und Licht bekommen.
Um die Pflanzen zusätzlich vor Kälte zu schützen, kann ein einfaches Frühbeet gebaut werden. Eine Abdeckung aus Noppenfolie in Kombination mit gebogenen Leisten hält die Wärme im Inneren und schützt vor Frost. An besonders kalten Tagen kann sogar eine Kerze im Inneren für zusätzliche Wärme sorgen.
Nicht zuletzt spielt auch die Bewässerung eine wichtige Rolle: Gerade im Sommer trocknet ein Hochbeet schneller aus als ein normales Beet, weshalb regelmäßiges Gießen unerlässlich ist, um die Pflanzen gesund zu halten und ein gutes Wachstum zu gewährleisten.
Ausführlichere infos zur Hochbeetbepflanzung gibt's im dedizierten FAQ-Artikel:
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